Luthers Freiheitsbegriff sieht die Gottesbeziehung als zentral für die Freiheit. Gottes Gnade macht eine Beziehung zu ihm möglich. Der Mensch muss diese nur annehmen. Der Glaube macht ihn frei.
Der Text beschäftigt sich mit Martin Luther's Sichtweise, dass wir uns nicht frei entscheiden können, an Gott zu glauben. Luther betrachtet den Menschen als verstrickt in ein Gewebe aus Problemen und Freiheiten. Selbst wenn wir etwas Gutes tun, wie eine Geldspende, könnten wir es aus egoistischen Motiven oder dem Wunsch, gut dazustehen, tun. Luther bezeichnet diese Verstrickung als Verkrümmung in sich selbst, in der der Mensch gefangen ist. Luther argumentiert, dass wir aus eigener Kraft keine Beziehung zu Gott aufnehmen können und uns nicht selbst für Gott öffnen können. Die einzige Möglichkeit, dieses Chaos aufzulösen, liegt bei Gott selbst. Durch sein Opfer am Kreuz setzt Gott alles daran, uns frei zu machen und uns die Möglichkeit zu geben, zu ihm zu gehören. Luther glaubt, dass Gott zuerst an uns glaubt, bevor wir an ihn glauben, und dass unser Glaube eine Resonanz auf Gottes Liebe ist. Somit argumentiert der Text, dass wir uns nicht frei dafür entscheiden können, Gott nahe zu sein. Luther betont, dass der Glaube, die Gnade Gottes, die Nähe zu ihm und die Freiheit von ihm gegeben werden.